Grönklitt-Porphyrit

Grönklitt-Porphyrit aus der Kiesgrube Horstfelde, südlich von Berlin.
Fluidale Textur, Aufnahme unter Wasser.
Angefeuchtete Geschiebeoberfläche.
Brauner Grönklitt-Porphyrit aus der Kiesgrube Thunpadel/Wendland/Niedersachsen.
Das Gestein wurde in der näheren Umgebung einer feinen Ader mit grünem, epidotähnlichem Material rot verfärbt.

Rhombenporphyr

Großer Rhombenporphyr, Heimatgebiet im Oslograben, gefunden in der Kiesgrube Niederlehme. Mit 20 cm Durchmesser dürfte es sich um einen der größten Rhombenporphyrfunde aus Brandenburg handeln. Auffällig ist der gute Erhaltungszustand, die Gesteinsoberfläche ist nur wenig angewittert.

Schriftgranit

Orangeroter Schriftgranit aus der Kiesgrube Niederlehme bei Berlin.
Rückseite des gleichen Steins. Die Reflektion des Alkalifeldspats am linken Bildrand zeigt, dass es sich um einen großen Einkristall handelt
Detail des Gefüges. Alkalifeldspat zeigt perthitische Entmischung.

Påskallavik-Porphyr

Påskallavik-Porphyr vom Geröllstrand in Steinbeck/Klütz.
Die dichte und braune Grundmasse enthält Einsprenglinge von gerundetem Alkalifeldspat mit dunklen Kernen und runde, schwach bläulichgraue und trübe Quarzkörner.
Rückseite des Geschiebes.
Geschiebe aus der Kiesgrube Hoppegarten bei Mücheberg/BB.
Fund aus der Kiesgrube Hohensaaten an der Oder.
Rotbrauner Påskallavik-Porphyr aus der Kiesgrube Arendsee/BB.

Västervik-Fleckenquarzit

Polierte Oberfläche eines Fleckenquarzits aus der Kiesgrube Niederlehme.

Die bisher als „Stockholm-Fleckenquarzite“ bezeichneten Gesteine kommen aus dem Gebiet um Västervik in Südschweden. Das steht fest, nachdem bei mehreren Exkursionen größere Mengen dieser metamorphen Gesteine in der Umgebung von Västervik gefunden wurden. Gleichzeitig sind nach wie vor keine Vorkommen solcher Gesteine im Raum Stockholm bekannt.
Die Quarzite zeichnen sich durch helle Flecken von wenigen Millimetern Größe aus, die regellos in den feinkörnigen, meist grauen, braunen oder auch rötlichen Gesteinen verteilt sind. Diese Flecken bestehen aus Sillimanit, das während der Metamorphose von Sedimenten neu gebildet wurde. Gelegentlich sind noch Reste der ursprünglichen Sedimentschichtung erkennbar. Textauszug aus und ausführliche Beschreibung auf kristallin.de.

Amphibol-porphyroblastischer Gneis

Amphibol-porphyroblastischer Gneis aus der Kiesgrube Niederlehme. Dieses auffällig helle Gestein ist v.a. aus Geschiebegemeinschaften mit reichlich Oslo-Gesteinen bekannt. Weitere Funde dieses Typs aus Brandenburg sind bisher nicht bekannt. Auf skan-kristallin findet sich eine Zusammen-stellung norwegischer Amphibol-porphyroblastischer Felse und -Gneise.
Die weiße Grundmasse besteht aus Quarz und Feldspat; mit der Lupe erkennt man auch einzelne größere Quarze.
Feinkörniger Gneis mit Amphibol- und Granat-Porphyroblasten aus Niederlehme
Amphibol-Granofels, Verwitterungsseite (oben) und polierte Schnittfläche (unten). Große Amphibolleisten liegen richtungslos verteilt in einer kleinkörnigen Feldspatmasse. Quarz ist nicht erkennbar. Fundort: Kiesgrube Fresdorfer Heide bei Potsdam; Slg. G. Engelhardt.
Ausschnitt aus einem ca. 60 cm breiten Block eines Gneises, der eine Partie aus Amphibol-Granofels enthält. Der Fund ist interessant, weil er etwas über mögliche Muttergesteine dieses Gesteinstyp verrät. Fundort: Südrand des ehem. Braunkohle-Tagebaus Cottbus-Nord.
Detail des Gefüges, Bildbreite ca. 10 cm.
Bruchfläche eines Spaltstücks aus der gneisigen Partie des obigen Blocks. Der Amphibol-Granofels ist diesem Gestein „angehängt“. Es besteht aus Plagioklas, dunklem Glimmer und schwarzem bis grünlich-schwarzem Amphibol (Amphibol-Glimmerschiefer). Quarz ist nicht erkennbar, das Gestein reagiert nicht auf einen Handmagneten. Auf der Rückseite des Handstücks (nicht auf dem Foto) sind größere Flächen mit Erz (Pyrit) imprägniert. Eine rote Ader durchzieht das Gestein. Dies könnten lediglich (Hämatit-)Imprägnierungen sein, da sich das Mineralgefüge nicht ändert. Denkbar ist auch eine Injektion von Alkalifeldspat entlang von Rissen, der aber makroskopisch nicht identifizierbar ist. Die reflektierende, im Anschnitt lanzettförmige Kristallfläche in der linken roten Ader ist Calcit (HCl-Probe positiv)
Amphibol-porphyroblastischer Gneis mit teilweise eingeregelten Amphibolen in einer feinkörnigen Grundmasse. Fundort: Geröllstrand bei Hohenfelde/SH.
Grauer Amphibol-porphyroblastischer Fels aus der Kiesgrube Ruhlsdorf bei Bernau/BB.
Detail der frischen Bruchfläche, Aufnahme unter Wasser. Die Minerale der Grundmasse sind nicht sicher identifizierbar, vermutlich handelt es sich um Feldspat und Quarz. Das Gestein ist schwach magnetisch und wird von roten Adern durchzogen.
Amphibol-porphyroblastischer Gneis mit etwas Biotit. Fundort: Steinbeck/Klütz.
Heller Amphibol-porphyroblastischer Gneis, Fundort: Hoppegarten bei Müncheberg/BB.
Die Detailaufnahme unter Wasser zeigt eine kleinkörnige Grundmasse, wahrscheinlich aus weißem Feldspat und Quarz sowie schwarze, teilweise braune oder grüne und vermutlich alterierte Porphyroblasten von Amphibol. Weiterhin sind einige Adern aus Quarz zu erkennen, die das Gestein durchziehen sowie etwas brauner Biotit.

Einschlussführende Diabase

Einschlussführender Diabas (Nr. 430) aus der Kiesgrube Niederlehme SE von Berlin, polierte Schnittfläche. Das Gestein enthält neben den runden und alterierten Alkalifeldspäten Klasten granitischer Zusammensetzung. Die Grundmasse besteht aus Diabas (unterer Teil), aber auch aus braunem, einsprenglingslosen Porphyr (links).
Detailbild der Nr. 430

Polierte Schnittfläche eines sandsteinführenden Diabas (Nr.70). Es handelt sich um eine mechanische Vermengung von Sandstein mit einem basaltoidem Gestein. Braune, leicht gerundete Bruchstücke eines gut sortierten Sandsteins liegen in einer grauen, basaltartigen Matrix, die wesentlich feinkörniger ist. Auffällig sind die schwarzen Reaktionsränder um die Sandsteinfragmente, die auf thermische Beeinflussung schließen lassen. Die graue Zwischenmasse ist leicht magnetisch, der Sandstein nicht. FO: Fresdorfer Heide, Slg. G. Engelhardt
Verwitterungsseite: die groben, länglichen und nur leicht abgerundeten Sandsteinklasten sind verwitterungs-beständiger als die basaltische Zwischenmasse und treten auf der Oberfläche reliefartig hervor.
Im Detailbild sind die Sandsteinkörner gut erkennbar. – Gerölldiabase kommen an verschiedenen Orten in Skandinavien vor, als Leitgeschiebe sind sie weniger geeignet. Dieses Exemplar könnte dem Typus des Brevik-Diabas entsprechen, der Sedimentgesteine der Almesåkra-Formation führt. Er weist aber wenig Übereinstimmung mit der unten abgebildeten Anstehendprobe auf. Lokal dürften diese Gesteine im Anstehenden wechselhaft im Erscheinungsbild sein. Zum Thema Gerölldiabase siehe auch Bartolomäus & Herrendorf 2003.
Feinkörniger, einschlussführender Diabas (Nr. 232) aus der Kiesgrube Penkun bei Stettin, Aufnahme unter Wasser.
Das Detailbild zeigt einen runden Einschluss mit granitischer Zusammensetzung aus orangerotem Alkalifeldspat, blaugrauem Quarz und einigen dunklen Mineralen.
Einschlussführender Diabas vom Geröllstrand in Mukran/Rügen (Slg. D. Lüttich). Neben eckigen bis gerundeten Einschlüssen von rotem Feldspat sind runde Quarzkörner enthalten, die einen dunklen Saum an der Reaktionsfläche zum Diabas zeigen (ähnlich dem Åland-Ringquarzporphyr).
Einschlussführender Diabas aus der Kiesgrube Hoppegarten bei Müncheberg/Brandenburg.


Proben aus dem Anstehenden

Einschlußführender Diabas mit Almesakra-Quarzit (Probe S120b). Anstehendprobe aus einem Diabasgang 850 m OSO Södregården, Kartenblatt Växjö NO, WGS84 57.20566, 14.73403.
Detail der Quarzitklasten. Jedenfalls augenscheinlich sehen die Einschlüsse wie Quarzit aus, möglicherweise handelt es sich nur um angeschmolzenen Sandstein, der definitionsgemäß kein Quarzit ist.
Die Besonderheit am Aufschluss Södregården sind sind große Anorthosit-Xenolithe im dm-Maßstab neben den quarzitartigen Einschlüssen. Der Bildausschnitt beträgt 30 cm.
Probe eines anorthositischen Xenoliths (Probe S120c) aus dem gleichen Gang. Das Gestein besteht fast vollständig aus Plagioklas.
Plagioklas bildet mehrere Zentimeter lange Kristalle, die sehr gut an der polysynthetischen Zwillingsstreifung erkannt werden können.