Amphibol-porphyroblastischer Gneis

Amphibol-porphyroblastischer Gneis aus der Kiesgrube Niederlehme. Dieses auffällig helle Gestein ist v.a. aus Geschiebegemeinschaften mit reichlich Oslo-Gesteinen bekannt. Weitere Funde dieses Typs aus Brandenburg sind bisher nicht bekannt. Auf skan-kristallin findet sich eine Zusammen-stellung norwegischer Amphibol-porphyroblastischer Felse und -Gneise.
Die weiße Grundmasse besteht aus Quarz und Feldspat; mit der Lupe erkennt man auch einzelne größere Quarze.
Feinkörniger Gneis mit Amphibol- und Granat-Porphyroblasten aus Niederlehme
Amphibol-Granofels, Verwitterungsseite (oben) und polierte Schnittfläche (unten). Große Amphibolleisten liegen richtungslos verteilt in einer kleinkörnigen Feldspatmasse. Quarz ist nicht erkennbar. Fundort: Kiesgrube Fresdorfer Heide bei Potsdam; Slg. G. Engelhardt.
Ausschnitt aus einem ca. 60 cm breiten Block eines Gneises, der eine Partie aus Amphibol-Granofels enthält. Der Fund ist interessant, weil er etwas über mögliche Muttergesteine dieses Gesteinstyp verrät. Fundort: Südrand des ehem. Braunkohle-Tagebaus Cottbus-Nord.
Detail des Gefüges, Bildbreite ca. 10 cm.
Bruchfläche eines Spaltstücks aus der gneisigen Partie des obigen Blocks. Der Amphibol-Granofels ist diesem Gestein „angehängt“. Es besteht aus Plagioklas, dunklem Glimmer und schwarzem bis grünlich-schwarzem Amphibol (Amphibol-Glimmerschiefer). Quarz ist nicht erkennbar, das Gestein reagiert nicht auf einen Handmagneten. Auf der Rückseite des Handstücks (nicht auf dem Foto) sind größere Flächen mit Erz (Pyrit) imprägniert. Eine rote Ader durchzieht das Gestein. Dies könnten lediglich (Hämatit-)Imprägnierungen sein, da sich das Mineralgefüge nicht ändert. Denkbar ist auch eine Injektion von Alkalifeldspat entlang von Rissen, der aber makroskopisch nicht identifizierbar ist. Die reflektierende, im Anschnitt lanzettförmige Kristallfläche in der linken roten Ader ist Calcit (HCl-Probe positiv)
Amphibol-porphyroblastischer Gneis mit teilweise eingeregelten Amphibolen in einer feinkörnigen Grundmasse. Fundort: Geröllstrand bei Hohenfelde/SH.
Grauer Amphibol-porphyroblastischer Fels aus der Kiesgrube Ruhlsdorf bei Bernau/BB.
Detail der frischen Bruchfläche, Aufnahme unter Wasser. Die Minerale der Grundmasse sind nicht sicher identifizierbar, vermutlich handelt es sich um Feldspat und Quarz. Das Gestein ist schwach magnetisch und wird von roten Adern durchzogen.
Amphibol-porphyroblastischer Gneis mit etwas Biotit. Fundort: Steinbeck/Klütz.
Heller Amphibol-porphyroblastischer Gneis, Fundort: Hoppegarten bei Müncheberg/BB.
Die Detailaufnahme unter Wasser zeigt eine kleinkörnige Grundmasse, wahrscheinlich aus weißem Feldspat und Quarz sowie schwarze, teilweise braune oder grüne und vermutlich alterierte Porphyroblasten von Amphibol. Weiterhin sind einige Adern aus Quarz zu erkennen, die das Gestein durchziehen sowie etwas brauner Biotit.

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