Einschlussführende Diabase

Einschlussführender Diabas (Nr. 430) aus der Kiesgrube Niederlehme SE von Berlin, polierte Schnittfläche. Das Gestein enthält neben den runden und alterierten Alkalifeldspäten Klasten granitischer Zusammensetzung. Die Grundmasse besteht aus Diabas (unterer Teil), aber auch aus braunem, einsprenglingslosen Porphyr (links).
Detailbild der Nr. 430

Polierte Schnittfläche eines sandsteinführenden Diabas (Nr.70). Es handelt sich um eine mechanische Vermengung von Sandstein mit einem basaltoidem Gestein. Braune, leicht gerundete Bruchstücke eines gut sortierten Sandsteins liegen in einer grauen, basaltartigen Matrix, die wesentlich feinkörniger ist. Auffällig sind die schwarzen Reaktionsränder um die Sandsteinfragmente, die auf thermische Beeinflussung schließen lassen. Die graue Zwischenmasse ist leicht magnetisch, der Sandstein nicht. FO: Fresdorfer Heide, Slg. G. Engelhardt
Verwitterungsseite: die groben, länglichen und nur leicht abgerundeten Sandsteinklasten sind verwitterungs-beständiger als die basaltische Zwischenmasse und treten auf der Oberfläche reliefartig hervor.
Im Detailbild sind die Sandsteinkörner gut erkennbar. – Gerölldiabase kommen an verschiedenen Orten in Skandinavien vor, als Leitgeschiebe sind sie weniger geeignet. Dieses Exemplar könnte dem Typus des Brevik-Diabas entsprechen, der Sedimentgesteine der Almesåkra-Formation führt. Er weist aber wenig Übereinstimmung mit der unten abgebildeten Anstehendprobe auf. Lokal dürften diese Gesteine im Anstehenden wechselhaft im Erscheinungsbild sein. Zum Thema Gerölldiabase siehe auch Bartolomäus & Herrendorf 2003.
Feinkörniger, einschlussführender Diabas (Nr. 232) aus der Kiesgrube Penkun bei Stettin, Aufnahme unter Wasser.
Das Detailbild zeigt einen runden Einschluss mit granitischer Zusammensetzung aus orangerotem Alkalifeldspat, blaugrauem Quarz und einigen dunklen Mineralen.
Einschlussführender Diabas vom Geröllstrand in Mukran/Rügen (Slg. D. Lüttich). Neben eckigen bis gerundeten Einschlüssen von rotem Feldspat sind runde Quarzkörner enthalten, die einen dunklen Saum an der Reaktionsfläche zum Diabas zeigen (ähnlich dem Åland-Ringquarzporphyr).
Einschlussführender Diabas aus der Kiesgrube Hoppegarten bei Müncheberg/Brandenburg.


Proben aus dem Anstehenden

Einschlußführender Diabas mit Almesakra-Quarzit (Probe S120b). Anstehendprobe aus einem Diabasgang 850 m OSO Södregården, Kartenblatt Växjö NO, WGS84 57.20566, 14.73403.
Detail der Quarzitklasten. Jedenfalls augenscheinlich sehen die Einschlüsse wie Quarzit aus, möglicherweise handelt es sich nur um angeschmolzenen Sandstein, der definitionsgemäß kein Quarzit ist.
Die Besonderheit am Aufschluss Södregården sind sind große Anorthosit-Xenolithe im dm-Maßstab neben den quarzitartigen Einschlüssen. Der Bildausschnitt beträgt 30 cm.
Probe eines anorthositischen Xenoliths (Probe S120c) aus dem gleichen Gang. Das Gestein besteht fast vollständig aus Plagioklas.
Plagioklas bildet mehrere Zentimeter lange Kristalle, die sehr gut an der polysynthetischen Zwillingsstreifung erkannt werden können.

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