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Ockergelber Hornstein, rote Variante

Der Ockergelbe Hornstein ist ein verkieselter Bryozoenkalk aus dem Dan und nur als Geschiebe bekannt. Eine seltene Variante sind vergleichbare Hornsteine von roter Farbe. Färbender Bestandteil dürfte hier roter Hämatit statt ockerfarbene limonitische Eisenverbindungen sein. Ein Fund von einem Lesesteinhaufen in der Kiesgrube Woltersdorf (Wendland) weist einen farblichen Übergang vom gewöhnlichen ockergelb nach rot auf.

Abb. 1: Ockergelber Hornstein, Übergang in eine rote Variante. Aufnahme unter Wasser, Lesestein aus der Kiesgrube Wolterdorf (Wendland).
Abb. 2: Die Nahaufnahme zeigt eine dichte Packung verkieselter Bryozoen. Das kieselige Bindemittel (Chalcedon) in der ockergelben Partie ist farblos bis weiß, in der roten Partie eher bläulich gefärbt. Stellenweise ist eine Bänderunf erkennbar.

Aus dem Fläming stammt ein roter verkieselter Bryozoenkalk, Finder ist Dr. Dietmar Andres. Eine polierte Schnitthälfte befindet sich im Besitz des Autors, andere Hälfte in der Sammlung des Stadtmuseums Berlin in Berlin-Spandau.

Abb. 3: Außenseite des Geschiebes
Abb. 4: Nahaufnahme achatähnlicher Bildungen auf der Oberfläche
Abb. 5: Makroaufnahme einer achatähnlichen Partie, Bildbreite 15 mm.
Abb. 6: polierte Schnittfläche
Abb. 7: Nahaufnahme rot gefärbter Relikte von Bryozoen, dazwischen bläuliche Chalcedon-Partien.
Abb. 8: Bryozoen-Fragmente in weißen bis bläulichen, stellenweise gebänderten Chalcedon-Partien.

Makroaufnahmen mit einem digitalen Mikroskop (Levenhuk DTX 90) zeigen einige Bryozoen (Abb. 9-10) sowie die Bänderung der helleren Chalcedon-/Achat-Partien (Abb. 11) im Detail.

Abb. 11: gebänderter Chalcedon/Achat als Bindemittel zwischen roten Bryozoen.