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Dolerit mit Amphibol-Asbest

Abb. 1: mittelkörniger Dolerit bis Mikrogabbro mit Adern eines asbestähnlichen Minerals. Polierte Schnittfläche eines Geschiebes aus der Kiesgrube Zechow bei Rheinsberg (Brandenburg).

Der mittelkörnige Dolerit bis Mikrogabbro weist ein verzahntes Gefüge aus weißem, teils gelblichgrün alteriertem Plagioklas in leistenförmiger Ausbildung sowie dunkelgrünen mafischen Mineralen auf. Die Grünfärbung der Mafite dürfte auf eine hydrothermale Alteration des primär magmatische entstandenen Mineralbestands zurückzuführen sein, z.B. eine Umwandlung von Pyroxen in Amphibol. Die Besonderheit dieses Fundes sind die zwei parallel das Gestein durchziehenden, dunkel- bis hellgrünen und feinfaserigen Partien, die an Asbest erinnern. Die Paragenese legt nahe, dass es sich um „Aktinolith-Asbest“ (feinfaseriger Aktinolith) handelt, nicht um das „klassische“ Astbest-Mineral Chrysotil aus der Gruppe der Serpentinminerale. Aktinolith dürfte als ein Produkt hydrothermaler Alteration entlang von Schwächezonen ausgeschieden worden sein, mit einem bevorzugten Wachstum faseriger Kristalle entlang der Spannungsrichtung.

Aus doleritischen bis gabbroiden und alten Metabasiten in der Bergslagen-Region (Mittelschweden) sind zentimeterdicke, asbestähnliche Strukturen aus faserigem Aktinolith bekannt. Derartige Mineralisationen scheinen in Geschieben nur sehr selten zu finden sein.

Die Makroaufnahmen Abb. 2-4 wurden mit einem digitalen Mikroskop (Levenhuk DTX 90) erstellt, Bildbreite jeweils 15 mm.